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Vergoldungsverfahren

Autorin: Mgr. Lucie Kališová, Restauratorin

Vergoldung mit Blattmetall ist eine handwerkliche Technik mit historischen Wurzeln. In der Kunst und Restaurierung wird sie zur Wiederherstellung oder Dekoration von Bilderrahmen, Gipsobjekten, Holzschnitzereien oder architektonischen Elementen verwendet.

Vergoldungsverfahren
Vergoldungsverfahren

Vergoldung mit Blattmetall ist eine handwerkliche Technik mit historischen Wurzeln. In der Kunst und Restaurierung wird sie zur Wiederherstellung oder Dekoration von Bilderrahmen, Gipsobjekten, Holzschnitzereien oder architektonischen Elementen verwendet.

Vergolden mit Blattgold Anleitung

Vergoldung bedeutet das Aufbringen gehämmerter, dünner Metallblättchen – meist aus echtem Gold, aber auch aus Silber oder Metall – auf eine vorbereitete Oberfläche, die vollkommen glatt und haftfähig sein muss. Neben ihrer ästhetischen Funktion dient die Vergoldung häufig dazu, an historisches Handwerk anzuknüpfen und das ursprüngliche Erscheinungsbild eines Objekts wiederherzustellen.

Vergoldungsgrund

In der Vergangenheit wurden natürliche Materialien als klebendes Bindemittel verwendet – etwa Eiweiß oder Eigelb, tierischer Leim, Öle oder Polimente. In der modernen Praxis kommen häufig sogenannte Mixtionen (ölbasierte Bindemittel mit Trocknungszeit), Polimente oder Vergoldermilch zum Einsatz. Die Wahl des Bindemittels hängt von der Technik und der Art des Untergrunds ab. Damit die Vergoldung gelingt, muss die Oberfläche vollkommen glatt, hart und poliert sein – denn das Gold bringt jede Unebenheit sichtbar zur Geltung.

Vergolderzubehör

Die Arbeit mit Blattmetall erfordert mehrere spezialisierte Werkzeuge:

  • Ein Vergolderkissen aus Kalbsleder dient als Unterlage zum Ablegen und Portionieren der Metallblätter.
  • Das Vergoldungsmesser ist ein scharfes, gerades Messer zum Schneiden der Blätter.
  • Ein Auflegepinsel aus feinem Haar (Eichhörnchen) nutzt statische Elektrizität, um das Blatt sanft aufzunehmen.
  • Der Achatpolierstein wird verwendet, um das Gold auf Hochglanz zu polieren.

Früher wurden auch andere glatte Mineralien oder Knochen zum Polieren verwendet, doch Achat hat sich aufgrund seiner Härte und Feinheit als Standard etabliert.

Poliment

Zur Erzielung eines tiefen Glanzes wird die sogenannte Polimentvergoldung verwendet. Poliment ist eine Mischung aus Wasser, Seife, Wachs, Fett und natürlichen Tonerden (sogenannter Bolus).

  • Roter Bolus besteht aus gemahlenem, gewaschenem Hämatit mit tonigen und kalkhaltigen Beimengungen. Er eignet sich hervorragend als Untergrund für Gold, da er eine hohe Deckkraft besitzt. Historisch wurde er z. B. bei Valeč in der Region Karlsbad abgebaut.
  • Weißer Bolus wird als Unterlage für Silber verwendet.

Beim Versilbern oder bei der Anwendung von Kupfer wird in der Regel zusätzlich eine Schutzschicht aus Lack aufgetragen, um Farbveränderungen durch Oxidation zu verhindern.

Vergoldung Restaurierung

In meinem REST atelier verwende ich Blattmetallvergoldung hauptsächlich bei der Restaurierung historischer Rahmen

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